Trommeln und Schlagzeugunterricht helfen bei ADHS und Depressionen

Schlagzeug Lernen und Spielen mit ADHS

... und auch bei Depressionen

Ähnlich einer Therapie können der Schlagzeugunterricht und das Trommeln bei ADHS und auch bei Depressionen äußerst positiven Einfluss auf den Schüler nehmen. Das Schlagzeug-Lernen und -Spielen mit ADHS ist grundsätzlich sinnvoll und empfehlenswert.


Lesen Sie hierzu Auszüge aus der Apotheken-Umschau:

..."Um die heilsame Wirkung des Trommelns wussten schon die Schamanen der Steinzeit. Noch heute trommeln sich Naturvölker bei Heilritualen mit Schlaginstrumenten in Trance. Inzwischen haben Djembes, Congas und Bongos auch Mitteleuropa erreicht: In Workshops und Seminaren schlagen Hausfrauen, Rentner und Manager kräftig auf die Felle. Auch in vielen Schulen, Kindertagesstätten und Kliniken kommen Schlaginstrumente zum Einsatz. Gerade im hoch technisierten Zeitalter üben die alten Musikinstrumente mit ihrer Einfachheit und Ursprünglichkeit offenbar eine gewaltige Faszination aus.

„Rhythmisches Trommeln befriedigt ganz archaische Bedürfnisse“, erklärt Professor Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Bereits der erste Sinneseindruck im Leben sei von Rhythmus geprägt: Ab der 21. Schwangerschaftswoche hört der Fötus den Herzschlag seiner Mutter.


Der Körper arbeitet rhythmisch

„Der menschliche Organismus besteht überwiegend aus rhythmischen Strukturen und Mustern“, bestätigt Professor Hans Volker Bolay vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg. „Diese Körperrhythmen werden beim Trommeln angeregt und erfahrbar gemacht.“ So passen sich Puls und Atmung an den vorgegebenen Rhythmus an. „Vergleichsmessungen vor und nach Trommeleinheiten zeigen eine enorme körperliche und psychische Aktivierung“, sagt Musiktherapeut Bolay.


Das richtige Timing fürs Gehirn


Wie der Musikphysiologe betont, regt rhythmisches Trommeln auch das Kleinhirn an, das oft als „Uhr“ des Gehirns bezeichnet wird. „Hier werden zeitliche Verhältnisse und die zeitliche Ordnung programmiert“, erklärt Altenmüller. „Bei Störungen im Steuerprogramm lässt sich die Ordnung durch Trommeln wiederherstellen.“ Diesen Effekt könne man zum Beispiel bei Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen nutzen: „Beim Trommeln übt das Gehirn gewissermaßen das richtige Timing.“


Verbesserte Motorik

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „The Drum Beat“ der Technischen Universität Chemnitz scheint dies zu bestätigen. Das Team um den Sportmediziner Professor Henry Schulz untersuchte die Auswirkungen regelmäßiger Trommeleinheiten bei 21 Kindergarten- und Schulkindern mit ADHS und Entwicklungsverzögerungen. „Ihre motorische Leistungsfähigkeit hatte sich nach Abschluss des Projekts deutlich verbessert und entsprach dem Niveau von Gleichaltrigen ohne Entwicklungsverzögerung“, berichtet Schulz.


Trommeln spricht das Rhythmusgefühl an


Nach Aussagen von Eltern und Erziehern wirkten sich die Trommeleinheiten auch auf das Verhalten positiv aus. Die Kinder konnten sich besser konzentrieren und waren mit Begeisterung bei der Sache. „Wegen des hohen Spaßfaktors lassen sich verhaltensauffällige Kinder durch Trommeln möglicherweise effektiver fördern als durch andere Angebote“, fasst Schulz zusammen.

Von der belebenden Wirkung einer Trommel-Session profitieren offenbar auch Patienten mit Depressionen und Angsterkrankungen: Wie finnische Forscher im British Journal of Psychiatry berichten, lässt sich die Wirksamkeit einer Standardbehandlung mit Psychotherapie und Antidepressiva durch regelmäßige Trommeleinheiten deutlich steigern."...

Maximilian Hertweck vom Schlagzeugzentrum ist ein geduldiger und ruhiger Schlagzeuglehrer und mit der Thematik ADHS durch seinen Vater (Förderlehrer, welcher bei uns das Kindertrommeln leitet,) vertraut. Natürlich können wir Ihnen keine "Therapie" wie von einem Musiktherapeuten anbieten, sind aber überzeugt, dass der Unterricht im Schlagzeugzentrum bei guter Mitarbeit durch den Schüler Erfolge mit sich bringt. Geplant ist eine Kooperation mit verschiedenen Selbsthilfegruppen in Augsburg und Königsbrunn.

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